Feiern können wir aber erst, wenn diese ausgearbeitet, beschlossen & umgesetzt sind! Die letzte Gesprächsrunde des jugendFORUMs 2017, #partycipate4money, drehte sich genau darum.
Die Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Familie befindet sich bereits bei der Gründung einer Lenkungsgruppe für den Erarbeitungsprozess, die sich wie folgt zusammensetzt:

SenBJF Vorsitz

  • Vertreter*in der für Jugend zuständigen Bezirksstadträt*innen
  • Vertreter*in der Bezirksbürgermeister*innen
  • Vertreter*in der Senatsverwaltung für Finanzen
  • Vertreter*in des Landesjugendhilfeausschusses
  • Vertreter*in der LIGA-Verbände
  • Vertreter*in des Landesjugendrings

Einige Teilnehmer*innen machten sich trotz des langen Tages noch Gedanken zu diesem Thema. Gemeinsam mit den eingeladenen jugendpolitischen Sprecherinnen der Koalition (June Tomiak, DIE Grünen; Melanie Kühnemann, SPD) und dem Leiter der Jugendorganisation Youth United Berlin (Anton Hiller) wurden Erfahrungen und Forderungen, wie Jugendarbeit im Großen und ganzen verbessert werden soll, gesammelt.

Die Beteiligten hielten nach einer längeren Diskussion fest, dass eine Verbindung der Jugendpolitik mit der Finanzpolitik unverzichtbar sei. Vor allem wurden nicht nur in der Höhe der Förderungssumme sondern auch in der räumlichen Förderungsdichte sowie in der Art und Weise der Förderung erhebliche Defizite und Klärungsfragen deutlich. So ist es oft unklar, an wen sich ein/e Jugendliche*r wenden soll, welche/r schnell und unbürokratisch Gelder für ein Projekt beantragen möchte. Es wurde also deutlich, dass wir in diesem Rahmen mehr Qualifizierungsmaßnahmen der Jugendlichen und mehr Transparanz im Förderungsbereich benötigen.

Die Runde war der Meinung, dass das Jugendfördergesetz möglichst partizipativ gestaltet werden sollte und Jugendliche sowohl informiert, konsultiert aber auch mitgestaltend in den Erarbeitungsprozess eingebunden werden sollen. Dazu gehört ein Beteiligungsrecht in allen Schritten des Erarbeitsprozesses des Fördergesetzes.

In den Zwischenschritten soll das Gesetz an Jugendlichengruppen weitergeleitet und von diesen kritisch diskutiert werden. Darüber müsse bei Bedarf die Möglichkeit bestehen, das Gesetz den Bedürfnissen der Jugendlichen anzupassen. Hierbei besteht die Frage, in welche Richtungen die Information laufen kann. Diesbezüglich möchte die Runde speziell die LIGA-Verbände, den LJHA und den Landesjugendring dazu aufrufen und motivieren, einzelne Gesprächsrunden innerhalb der Verbandesgruppen unter Jugendlichen und Helfer*innen einzurichten.

Deren Vorschläge müssen von einem/einer Beauftragte*n der SenBJF, z.B den Vorsitz der Lenkungsgruppe, gesammelt werden. Durch die SenBJF muss zudem Material zum Verständnis erster Gesetzesentwürfe sowie des Verwaltungsapparates zur Verfügung gestellt werden.

Bei der Erarbeitung des Entwurfs sollten die Bildungssenatorin und der Finanzsenator unter anderem darauf achten, einen den Jugendlichen angemessenen Sprachstil zu benutzen. Damit wäre gewährleistet, dass der Entwurf für alle verständlich ist und dass niemand aufgrund der Unkenntnis von Fachwörtern aus der Diskussion ausgeschlossen ist. Zudem wird die Qualifikation der Jugendlichen zum besseren Verständnis nötig.

Leider standen der Diskussionrunde nach verspätetem Anlauf nur 30 Minuten zur Verfügung, weshalb nur wenige vertiefende Forderungen an die Lenkungsgruppe erarbeitet konnten. Es wurde aber zumindest schon ein Grundgerüst formuliert und die Hoffnung auf erfolgreiche Umsetzung geäußert!

Moderation: Pamela Montarsi & Franz Kloth
Zur Diskussion lud der LSA Berlin

Gäste:

  • June Tomiak, MdA, B90 / Die Grünen
  • Melanie Kühnemann, SPD
  • Anton Hiller, Leiter der Jugendorganisation Youth United Berlin

Hinterlasse einen Kommentar