Nachdem unsere Community sich das zweite Jahr in Folge dafür entschieden hat, keine Politiker*innen der AfD und ihrer Jugendorganisation zu ihren Diskussionsrunden einzuladen, wird Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses und #jufo-Schirmherr seit quasi immer, dieses Amt aufgrund seiner Verpflichtung zur Gleichbehandlung aller politisch legitimierten Parteien in diesem Jahr nicht wahrnehmen. Unser Statement zum Umgang mit der AfD kannst Du hier auch nachlesen.

Diese Absage ermöglicht es uns nun aber auch ganz neu zu denken: Ein*e Schirmfrau*herr*person muss nicht zwingend 50+ und nur eine Person sein! Wir haben uns in diesem Jahr eine oder mehrere Personen gewünscht, die Diskussionen in der Zivilgesellschaft anregen, die AfD auch nicht als Normalität begreift und die vor allem nah an unserer Community, der Berliner Jugend, ist.

Graf Fidi

Hans-Friedrich Baum aka Graf Fidi ist Rapper, Sozialarbeiter und Diskutant auf verschiedenen Bühnen. Er engagiert sich gegen Diskriminierung, für Inklusion und Barrierefreiheit und fordert ein, dass mehr Menschen mit Behinderungen in der Öffentlichkeit und im Rampenlicht zu sehen sein müssen. Nur wenn Vielfalt vorgelebt wird, kann eine vielfältige, offene Gesellschaft wachsen, denn „es ist normal, verschieden zu sein“. Graf Fidi macht diese Botschaft zu seinem Beruf. Sein Motto dabei: „Ich mach das mit links!“

Leila El-Amaire

Leila El-Amaire ist Spoken Word-Künstlerin und Projektleiterin von i,Slam, einem
Künstler*innen-Kollektiv, das Nachwuchskünstler*innen aus dem muslimischen Kontext empowert und sich aktiv gegen Rassismus in Deutschland einsetzt. Daneben war Leila in vielen anderen Projekten, wie JUMA – jung, muslimisch, aktiv; den Neuen Deutschen Organisationen und dem Campaign Boostcamp aktiv. Bei all diesen Aktivitäten ging es ihr stets um die politische Partizipation von jungen Menschen in Deutschland.

Temye Tesfu

Temye Tesfu ist Autor und Sprechlyriker. In seinen Texten beschäftigt er sich mit Rassismus und Feminismus. Er ist Gründungsmitglied des Slam-Ensembles „Allen Earnstyzz“, das u.a. in Chicago zu Gast war und entwickelte mit der Lyrikerin Theresa Hahl und dem Illustrator Mehrdad Zaeri das Live-Hörspiel „Die Tonbänder des Ignaz Euling“, das mit dem Petra-Meurer-Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2017 initiierte er die post-deutsche Lesebühnenshow „parallelgesellschaft“ und war Teil der Besetzung für das Berliner Gastspiel von „Finding Home“ unter der Regie von Femi Elufowoju Jr.