In der Diskussionsrunde behandelten wir folgende Problemstellungen: Umgang mit verschiedensten Diskriminierungsformen, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) in der Schule und die Frage, wie Schule zu einem sicheren Ort werden kann.

Beteiligte Politiker*innen und Expert*innen waren Dr. Michael Efler (Die Linke), Roman Simon (CDU), Katarina Niewiedzial (Die Beauftragte des Senats für Integration und Migration), Dr. Turgut Altug (Grüne), sowie Vertreter*innen von GLADT e.V., Roma Trial e.V. und Inssan e.V. Außerdem saßen etwa 45 Teilnehmende im Außenkreis und ca. 10 Personen diskutierten im Innenkreis mit uns.

Dies waren die zentralen Thesen und Meinungen unserer Mitdiskutant*innen:

  • Anlaufstellen für Beschwerden gegen Diskriminierung außerhalb der Schule

  • Handlungsoptionen für Schüler*innen innerhalb unserer Mehrheitsgesellschaft, um diskriminierende Verhaltensweisen zu erkennen und zu bekämpfen

  • Toleranz und Respekt bereits vor dem und im Grundschulalter beibringen

  • mehr Schüler*innen die Möglichkeit bieten, staatlich finanzierte Stipendien für Auslandssemester/-praktika/-etc. zu erhalten, um die Vielfältigkeit von Menschen kennenzulernen

Beim Thema der Inklusion geflüchteter Schüler*innen in der Schule gab es zwei verschiedene Ansichtsweisen bezüglich der Willkommensklassen:

  1. Willkommensklassen bilden einen geschlossenen Raum für geflüchtete Schüler*innen und bietet wenig Kontakt nach außen. Folglich wird die Sprache nicht richtig erlernt. Schlussfolgerung: Segregation ist immer schlecht, Integration ist immer gut.

  2. Willkommensklassen haben das Potenzial, den geflüchteten Schüler*innen Sicherheit zu bieten und bilden damit einen sogenannten „Safe Space“. Den Schüler*innen kann das Ankommen erleichtert werden durch den Umgang mit mit Klassenkamerad*innen derselben Herkunft, da diese zum Beispiel dieselben religiösen Feste feiern und in einer ähnlichen Kultur sozialisiert wurden.

Einigkeiten und Uneinigkeiten:

Einigkeit unter den Teilnehmenden bestand in dem Punkt, dass unterschiedliche Gruppen auf jeden Fall in den Dialog gehen sollten, denn nur so kann eine Basis für Toleranz geschaffen werden, auch zum Abbau von Vorurteilen. Uneinig waren sich die Diskussionsteilnehmer*innen jedoch, wie oben gezeigt, über die Eignung von Willkommensklassen als Lösungsansatz für Inklusion.

Ergebnis:

Es muss der Dialog gesucht werden um Fragen und eventuelle Vorurteile aufklären zu können. Diese Erziehungsaufgabe kann nicht nur auf die Eltern übertragen werden, sondern auch auf die Schule als ein Ort der Bildung. Das heißt, dass die Politik ebenfalls die Verantwortung über alles, was als diskriminierend gewertet werden kann, trägt.

Text: Lena Wener und Hanan Kdouh

Hinterlasse einen Kommentar