Zu dem Stammtisch am 14. Februar kamen viele Jugendliche ins Jugendbüro Mitte, unter anderem Vertreter*innen des Bezirksschülerausschusses (BSA) und des Landesschülerausschusses (LSA), jup! Berlin, Lambda oder Young Voice, waren gekommen.
Hauptziel des Stammtisches war es, die ersten Themen der Diskussionsrunden zu brainstormen und festzumachen: Von der gerechten Bezahlung im Freiwilligendienst, über sexuelle Vielfalt bis zu Digitalisierung wurde eine große Bandbreite an Themen vorgeschlagen.

Den Stammtisch-Teilnehmenden wurde die Möglichkeit gegeben, ein spezielles Thema in Kleingruppen während des Stammtisches ausführlicher zu diskutieren und zu bearbeiten.

Es wurden folgende Themen besprochen:

  1. Digitalisierung/Digitalisierung in der Schule:
    Bei diesem Thema näherte sich die Gruppe der Digitalisierung im Allgemeinen, spezifisch aber auch der Schule der Zukunft. In der Schule solle es viel papierfreier zugehen. Ebenso soll weniger Kreide verwendet werden und Webzugang sollte ein ständiger Bestandteil des Unterrichts sein. Das Klassenbuch als klassisches „Buch“ soll abgeschafft werden und nur noch online verfügbar sein, die Schüler*innen sollen mehr an Medien herangeführt werden und hierfür ebenso sensibilisiert werden. Gleichzeitig soll es weitaus mehr E-Books zur Verwendung geben.

  2. Lehrerfortbildung
    Die Gruppe fordert, dass es regelmäßige Fortbildungen zu didaktischen und pädagogischen Methoden gibt. Zudem wird gewünscht, dass Schülerinnen den Unterricht in verschiedener Form mitgestalten können, was man gut über den Bezirksschülerausschuss, sowie den Landesschülerausschuss koordinieren kann. Der Unterricht soll transparenter gestaltet werden und in der Zusammenarbeit sollen Referendare und Quereinsteiger ihr Wissen an Lehrerinnen weitergeben.

  3. Nachhaltigkeit
    Die Frage, der sich hier genähert wurde, war, wie man denn Nachhaltigkeit umsetzen soll. Die Facetten reichten von Konsum bei Papier, über Essen hinsichtlich veganer, biologischer oder vegetarischer Ernährung, bis hin zu nachhaltigem Verkehr bei Schulwegen und Ausflugswegen. Gewünscht ist zudem, dass Schulen mehr auf Schulgebäudeeffizienz achten sollen und beispielsweise fossile Rohstoffe nicht genutzt werden sollen. Hier in Bezug auf den Verpackungswahnsinn, wobei man sicherlich noch viele Verantwortlichkeiten klären sollte

  4. Stadtentwicklung mit Jugendlichen:
    In dieser Runde wurden mehrere unterschiedliche Themen angesprochen: das Jugendfördergesetz sowie die Baupiloten als potenzielle Partner. Ebenso sollten wir die Beteiligungsbüros der Bezirke im Blick behalten. Beim Thema Stadtentwicklung spielen die Schulzeiten, Wohngruppen, Schulneubau natürlich auch eine große Rolle. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass die Beteiligung jugendgerecht bleibt und es sich hier nicht zu einer Scheinbeteiligung entwickelt.

  5. Sexuelle Vielfalt
    Wieder einmal fehlen darf natürlich das Thema sexuelle Vielfalt in der Schule nicht. Hierbei beleuchtet wurden die Forderungen nach Unisex-Toiletten, Aufgabenstellungen im Unterricht sprachlich genauer anpassen. Die Aufnahme des Themas in den Ethikunterricht und die Akzeptanz des Genderns standen auch auf der Agenda.

  6. Forderung 35-Stunden-Woche für Schülerinnen (inkl. Hausaufgaben, Referate etc. pp)
    Hierbei ging es vor allem darum, dass Schüler
    innen mehr Freizeit und dadurch Möglichkeiten zum Engagement bekommen sollen, indem man ihren Zeitaufwand für die Schule auf 35 Stunden begrenzt. Als möglicher Gast wurde hierfür die Senatorin Sandra Scheeres, der Landesjugendring sowie den Landesschülerausschuss als Stimme der Schülerschaft. Diskutiert werden kann über die Ganztagsschule als System versus Engagement. Die Belastung der Jugendlichen durch den großen Zeitaufwand, den sie für die Schule aufwenden müssen, sodass es für viele nicht zumutbar ist.

Das erstmal soweit von uns! Wir freuen uns auf dich beim nächsten Stammtisch am 28.02.2018 um 18 Uhr im Jugendzentrum Die Linse, Parkaue 25 in Lichtenberg. Melde dich gerne vorher bei Nesreen an und bringe Freund*innen mit.

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